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FKZ 3725 18 201 0 - Aufbau eines automatisierten Messsystems zur Bestimmung der Schadstoffbelastung in den Polargebieten

Umweltbundesamt · 06844 Dessau-Roßlau

Auftraggeber
Umweltbundesamt
Ort
06844 Dessau-Roßlau
Verfahrensart
Offenes Verfahren
Veröffentlicht
11.09.2026
Angebotsfrist
07.10.2026

Aus der Bekanntmachung

Refoplan 2025: „Aufbau eines automatisierten Messsystems zur Bestimmung der Schadstoffbelastung in den Polargebieten“ Die Polargebiete sind trotz ihrer Abgeschiedenheit zunehmend von Schadstoffbelastungen betroffen, die sich seit vielen Jahren über Luft und Wasser global verbreiten und in den Nahrungsketten anreichern. Besonders problematisch sind persistente Stoffe wie POPs und neuere Verbindungen wie PFAS, die über weite Strecken oder durch menschliche Aktivitäten bis in die Polargebiete gelangen. Dort fehlen bislang langfristige Monitoringstrukturen, obwohl bereits diverse Schadstoffe in Schnee, Eis, Gewässern und in den empfindlichen Organismen der polaren Ökosysteme nachgewiesen wurden. Eine kontinuierliche und langfristige Umweltüberwachung ist daher dringend erforderlich. Nur so lassen sich Belastungstrends erkennen und Gegenmaßnahmen wirksam gestalten. Der wissenschaftliche Ausschuss für Antarktisforschung (SCAR) hat die Vertragsparteien des Antarktis-Vertrags aufgefordert, ihre nationalen chemischen Überwachungsprogramme auf ihre antarktischen Forschungsstationen und Gebiete auszuweiten. Priorisiert wurde dabei die permanente und automatisierte Schadstoffmessung in Luft- und Meerwasserproben als Komponente des Stockholmer Übereinkommens. Das Schadstoffmonitoring soll soweit wie möglich an das bestehende Arktische Monitoring und Bewertungsprogramm (AMAP) angelehnt werden. Im Projekt soll daher untersucht werden, welche technischen Messsysteme zur Schadstoffmessung in den deutschen Forschungsstationen und der Logistik wie z.B. der Forschungsschiffe, Expeditionsschiffe, bereits existieren und wie diese automatisiert werden können. Die Automatisierung durch datengetriebene Algorithmen und KI-Methoden soll ermöglichen, den Prozessaufbau zu optimieren und die Datenerhebung und -schnittstellen zukunftsfähig zu gestalten. Die regelmäßige Überprüfung der Umweltauswirkungen menschlicher Aktivitäten in der Antarktis obliegt dem Umweltbundesamt (§ 14 AUG). Das Umweltbundesamt als Deutsche Kontaktstelle des Ausschusses für Umweltschutz (CEP) beabsichtigt, die Ergebnisse des Vorhabens dem CEP und der Konsultativtagung zum Antarktis-Vertrag (ATCM) zur Verfügung zu stellen und somit zur Weiterentwicklung des internationalen Umweltschutzes beizutragen. Zudem sollen die Ergebnisse auch eine Diskussionsgrundlage für die globale Regulierung weiterer umweltrelevanter persistenter Schadstoffe, wie langkettige per- und polyfluorierte Alkylverbindungen (PFAS) im Rahmen der Stockholm-Konvention sowie für einen strategischen Ansatz eines internationalen Chemikalienmanagements (SAICM) bieten. Ort der Leistungserbringung ist Dessau-Roßlau.

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