Vorlaufuntersuchung für Spelzer Sporophila spp
Bundesamt für Naturschutz · 53179 Bonn
- Auftraggeber
- Bundesamt für Naturschutz
- Ort
- 53179 Bonn
- Verfahrensart
- Offenes Verfahren
- Veröffentlicht
- 30.10.2026
- Angebotsfrist
- 27.11.2026
Aus der Bekanntmachung
Deutschland ist als Vertragspartei des Washingtoner Artenschutzübereinkommens (CITES) verpflichtet sicherzustellen, dass der internationale Handel wildlebende Tier- und Pflanzenarten nicht gefährdet. Neben der Umsetzung bestehender Handelsregelungen umfasst dies auch die Identifizierung weiterer Arten, für die aufgrund des internationalen Handels eine Aufnahme in die CITES-Anhänge erforderlich sein könnte. Im Rahmen der 20. CITES-Vertragsstaatenkonferenz (CoP20) wurden sechs Arten der südamerikanischen Gattung Sporophila (Spelzer) in die CITES-Anhänge aufgenommen. Gleichzeitig wurde von mehreren Vertragsstaaten, darunter der Europäischen Union, die Notwendigkeit betont, die bislang ungelisteten Arten der Gattung auf ihre mögliche Listungsrelevanz zu prüfen. Vor diesem Hintergrund soll eine umfassende Hintergrundrecherche zu allen derzeit nicht gelisteten Sporophila-Arten durchgeführt werden. Ziel des Vorhabens ist die systematische Erhebung und Auswertung verfügbarer Informationen zu Verbreitung, Bestandsstatus, internationalem Handel, Nutzung sowie bestehenden Schutzmaßnahmen. Hierfür sind wissenschaftliche Literatur, Handels- und Biodiversitätsdatenbanken sowie weitere relevante Informationsquellen auszuwerten und durch die Konsultation einschlägiger Expertinnen und Experten zu ergänzen. Auf Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse ist zu bewerten, ob einzelne Arten die Kriterien für eine Aufnahme in die CITES-Anhänge gemäß Resolution Conf. 9.24 (Rev. CoP17) erfüllen. Sofern die Ergebnisse eine Listung nahelegen, soll optional ein entsprechender Listungsantrag erarbeitet und durch einen Stakeholder-Konsultationsprozess, insbesondere unter Einbindung der Verbreitungsstaaten, fachlich abgestimmt werden. Damit leistet das Vorhaben einen wichtigen Beitrag zur Erfüllung der internationalen Verpflichtungen Deutschlands und zur wissenschaftlich fundierten Weiterentwicklung des globalen Artenschutzes im Rahmen von CITES.